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19.08.2016, 18:32 Uhr | Grit Mühring OZ Redaktion
Es muss Belebung in die Diskussion
Dieter Krott von der Kassenärztlichen Vereinigung zu Gast bei der CDU-Wiesmoor
Statistisch gesehen sind die Bürger gut versorgt. Gefühlt ist die Situation jedoch eine andere.
WIESMOOR - Statistisch gesehen ist Wiesmoor medizinisch gut versorgt. Laut der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) liegt die Quote bei 103,1 Prozent.
Im Mittelbereich Aurich – dazu gehören außer Wiesmoor noch die Stadt Aurich, Großefehn, Ihlow und Südbrookmerland – gibt es nur 4,5 freie Sitze in der hausärztlichen Versorgung.

„Gefühlt ist die Situation sicherlich anders“, sagte Dieter Krott, Bereichsleiter der KVN-Bezirksstelle in Aurich, am Dienstagabend in Wiesmoor. Er war zu Gast auf der Sitzung des CDU-Stadtverbandes und besprach mit den Christdemokraten die derzeitige Situation und die Zukunftsaussichten der medizinischen Betreuung für die Wiesmoorer. In der allgemeinen fachärztlichen Versorgung, zum Beispiel bei Augen-, Frauen-, Haut- und Kinderärzten sowie Psychotherapeuten, ist der Planbereich Landkreis Aurich/Stadt Emden laut Statistik ebenfalls ausgelastet. Selbst wenn die Statistik gut ausfalle, so gebe es doch eine wachsende Unzufriedenheit unter den Patienten, sagte Friederike Dirks (CDU). Viele Wiesmoorer beklagten sich über zu lange Wartezeiten bei den Ärzten. Die seien ausgelastet. Ein Grund dafür seien die vielen Seniorenheime, deren Bewohner öfter eine medizinische Betreuung bräuchten.
Um die Situation zu entspannen, möchte die CDU weitere Ärzte anwerben und denkt auch über ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) nach.
Auf dem Land zu arbeiten, sei für Mediziner durchaus attraktiv, sagte Krott. Wohnraum und Praxen seien in der Regel günstiger als in der Stadt. „Außerdem sind die Wartezimmer auf dem Land immer voll“, so Krott. Auch Wiesmoor sei für junge Ärzte attraktiv. Die Stadt müsse nur stärker für sich werben. Krott: „Es muss Belebung in die Diskussion.“
Ein wichtiger Faktor für Ärzte sei die Frage, ob auch ihr Partner vor Ort einen Arbeitsplatz bekomme. Einen Bauplatz zu finden oder die Kinder im Kindergarten oder in der Schule zu wissen, sei kein Problem. Um für den Standort Wiesmoor zu werben, empfahl Krott, sich mit der Ems-Achse in Verbindung zu setzen oder auch mal mit der KVN zusammen Messen und andere Veranstaltungen zu besuchen.
Der Vorteil eines MVZ, das seit Juli 2015 auch von einer Kommune gegründet werden könne, liege darin, dass viele junge Ärzte zu Beginn ihrer Karriere lieber als Angestellte arbeiten wollten. Den Schritt, sich gleich mit einer eigenen Praxis selbstständig zu machen, scheuten viele, so Krott. Allerdings hafte die Kommune auch für das, was der Arzt verschreibe, und für dessen Handeln. Ärztlichen Nachwuchs gebe es genügend, so Krott. Er setzt auch auf die European Medical School in Oldenburg. Dort gebe es jährlich 40 Studienplätze, doch allein in diesem Jahr hätten sich 1000 Interessierte beworben.
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